Boden-, Auen- und Moorschutz

Unsere Referenzen

Hydrologische Analysen, Machbarkeitsstudien, Schutz- und Sanierungsstrategien
Moorstudie zum Wiedervernässungspotenzial des Niederungskomplexes „Hechtgrabenniederung“ in Rostock

Über ein Jahr lang wurde in Zusammenarbeit mit der DUENE e. V. und der Universität Greifswald der Moorzustand des ca. 130 ha großen innerstädtischen Moorkomplexes Hechtgrabenniederung intensiv untersucht, wobei der Schwerpunkt auf dem südlichen Niederungsteil, der Primelbergniederung lag. Hier wurden die Wasserstände und Wasserqualität sowie die Vegetation erfasst, Moorbodenprofile aufgenommen und Wasserhaushaltsmodellierungen durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen wurden die Aufwertungsmöglichkeiten und das Potenzial der Moorrenaturierung in verschiedenen Maßnahmenszenarien und unter Berücksichtigung der siedlungsbedingten Randbedingungen aufgezeigt. Die außergewöhnliche Lage im Stadtgebiet Rostock bietet die einzigartige Chance den Naturraum Moor innerhalb des Siedlungsgebietes erlebbar zu gestalten.

Auftraggeber:
Hanse- und Universitätsstadt Rostock 2024

Technische Planungen für Moorschutzmaßnahmen (z. B. Wiedervernässung)
Technische Dienstleistung zur Unterstützung der Antragsteller für Agrar- Umwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) „Moorschonende Stauhaltung“ sowie „Anbau-Paludikultur“ in Mecklenburg-Vorpommern

Seit Anfang 2022 fördert das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern eine klimaschonende Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Nutzflächen durch erhöhte Wasserstände sowie den Anbau von Paludikulturen. Ziel ist es, auf den meist stark entwässerten und über viele Jahre landwirtschaftlich genutzten Moorflächen die Emissionen klimaschädlicher Gase zu reduzieren und die verbliebene Torfsubstanz zu erhalten. Mithilfe der „Moorschonenden Stauhaltung“ wird ein Instrument angeboten, mit dem Bewirtschaftende nun den schrittweisen Umstieg in eine nasse Landwirtschaft erproben können.

Dennoch ist eine Realisierung von moorschonenden Bedingungen oftmals gar nicht so leicht. Von der technischen Umsetzung, bei der mithilfe von Staubauwerken oder Schöpfwerken ein wasserregulierbares System gestaltet werden muss, bis hin zur wasserrechtlichen Zulassung und Abstimmung mit unterschiedlichen Interessensgruppen gibt es dabei diverse Schritte zu beachten, die eine professionelle Planung und Begleitung erfordert. Diese Aufgabe übernimmt das Institut biota als sogenannter „technischer Dienstleister“ und ist damit Ansprechpartner für Landwirt*innen innerhalb des Förderprogramms.

Für bereits über 150 Antragstellende in ganz Mecklenburg-Vorpommern werden von uns die beantragten Nutzflächen auf Förderfähigkeit geprüft, Grundwasserflurabstände modelliert, potenzielle Förderhöhen ermittelt, Maßnahmen konzeptioniert, mit Behörden und Verbänden gesprochen und noch viele weitere Aufgabenschritte übernommen. Damit haben wir schon jetzt in kürzester Zeit flächendeckende Erfahrungen auf verschiedensten landwirtschaftlichen Moorflächen sammeln können und tragen darüber hinaus dazu bei, immer mehr Unsicherheiten bezüglich Moorschutzvorhaben unter Bewirtschaftenden, Behörden, und anderen Beteiligten aus dem Weg zu räumen.

Auftraggeber:
Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern

Konzepte und Planungen zur Reduktion von Nährstoffausträgen aus Böden sowie zur erosionsschonenden Bewirtschaftung
Erarbeitung einer Konzeptstudie zur Verbesserung des ökologischen Zustandes des Schaalsees

Untersuchungsgegenstand dieser Konzeptstudie war der 24 km2 große Schaalsee. Die maßnahmenorientierte Studie zur Verbesserung des ökologischen (trophischen) Seenzustandes basierte auf umfangreichen Analysen zum Austrag von Gesamt-Phosphor (P) aus dem Einzugsgebiet sowie dessen Eintrag in den See. Darauf aufbauend wurde ein effektives und effizientes Maßnahmenkonzept entwickelt.

Auftraggeber:
Gewässerentwicklungsverband Schaalsee-Delvenau

Hydrologische und hydrogeologische Fachgutachten und Planungen für Paludikulturen
Wasserwirtschaftliche Planung für die Etablierung von Paludikulturen Teichweide

Für die Praxiserprobung von Paludikulturen wurden im Rahmen des FNR-Projektes Paludi-PRIMA die wasserwirtschaftliche Fachplanung und Teile des anschließenden Monitorings übernommen.

Auftraggeber:
Universität Greifswald

Technische Planungen für Moorschutzmaßnahmen (z. B. Wiedervernässung)
Moorrevitalisierungsprojekt „Klädener Norden“, Entwurfs- und Genehmigungsplanung

Ziel des Moorschutzprojekts war die Erhaltung und Zustandsverbesserung der Natura-2000-Gebiete (FFH-Gebiet „Mildenitztal mit Zuflüssen und verbundenen Seen“ und SPA-Gebiet „Nossentiner / Schwinzer Heide“) sowie der Erhalt und die Verbesserung der gesetzlich geschützten Biotope einschließlich der lebensraumtypischen Biodiversität. Erreicht werden sollte dies grundsätzlich über die Wiederherstellung dauerhaft flurgleicher bis flurnaher Wasserstände in den Waldmooren, jedoch nicht mittels großflächiger Überflutung.

Auftraggeber:
Landesforst Mecklenburg-Vorpommern AöR

Hydrologische Analysen, Machbarkeitsstudien, Schutz- und Sanierungsstrategien
Wiedervernässung des Niedermoorgebietes „Serrahn-Süd“ im Naturpark Nossentiner/ Schwinzer Heide

Im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide wurden für den über 700 ha großen Serrahn wasserbauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Moorzustandes konzipiert und potenzielle Auswirkungen mittels Grundwassermodellierung und umfangreichen Monitoring untersucht.

Auftraggeber:
Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V

Weitere Referenzen

Ökologische und hydrologische Moorbewertung (u. a. STI-Verfahren für Reich- und Armmoore)

2001: Kartierung von Avifauna, Amphibien/Reptilien, Trichopteren und Odonaten sowie ökologische Bewertung von Torfabbauflächen im Grambower Hochmoor (Planungsbüro Dr. Axel Precker)

Biologische Kartierungen in Mooren

2020: Effizienzkontrollen auf renaturierten Flächen im Göldenitzer Moor. – (Planungsbüro Axel Precker Hamburg)

2014: Kartierung und Bewertung von Arten nach Anhang II FFH-RL: Große Moosjungfer für das FFH-Gebiet DE 2332-301 – Schönwolder Moor. – (Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe)

Hydrologische und hydrogeologische Fachgutachten und Planungen für Paludikulturen

2020-2021: Potenzialanalyse Paludikultur Greifswald Nord (Michael Succow Stiftung)

2019: Hydrologisch-technisches Gutachten zur Etablierung von Demonstrationsflächen für Rohrkolben-Paludikulturen zur nassen Bewirtschaftung von Mooren im Rhinluch (Universität Greifswald)

Technische Planungen für Moorschutzmaßnahmen (z. B. Wiedervernässung)

2020-2021: Planerische Vorbereitung und Begleitung der Umsetzung der Renaturierung des Kalkflachmoores in der Stadt Zarrentin am Schaalsee (Biosphärenreservat Schaalsee-Elbe)

2020: Vorbereitung Fördermittelantrag Peenequellmoor „Peene-Holz“ zwischen Kargow und Schwastorf (Stiftung Umwelt-und Naturschutz)

Hydrologische Analysen, Machbarkeitsstudien, Schutz- und Sanierungsstrategien

2019-2020: Erstellung einer länderübergreifenden Machbarkeitsstudie zur naturschutzfachlichen Entwicklung eines Abschnitts der Rögnitzniederung im UNESCO Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe mit dem Schwerpunkt der Optimierung der Gebietswasserstände (Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe)