Seit Anfang 2022 fördert das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern eine klimaschonende Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Nutzflächen durch erhöhte Wasserstände sowie den Anbau von Paludikulturen. Ziel ist es, auf den meist stark entwässerten und über viele Jahre landwirtschaftlich genutzten Moorflächen die Emissionen klimaschädlicher Gase zu reduzieren und die verbliebene Torfsubstanz zu erhalten. Mithilfe der „Moorschonenden Stauhaltung“ wird ein Instrument angeboten, mit dem Bewirtschaftende nun den schrittweisen Umstieg in eine nasse Landwirtschaft erproben können.
Dennoch ist eine Realisierung von moorschonenden Bedingungen oftmals gar nicht so leicht. Von der technischen Umsetzung, bei der mithilfe von Staubauwerken oder Schöpfwerken ein wasserregulierbares System gestaltet werden muss, bis hin zur wasserrechtlichen Zulassung und Abstimmung mit unterschiedlichen Interessensgruppen gibt es dabei diverse Schritte zu beachten, die eine professionelle Planung und Begleitung erfordert. Diese Aufgabe übernimmt das Institut biota als sogenannter „technischer Dienstleister“ und ist damit Ansprechpartner für Landwirt*innen innerhalb des Förderprogramms.
Für bereits über 150 Antragstellende in ganz Mecklenburg-Vorpommern werden von uns die beantragten Nutzflächen auf Förderfähigkeit geprüft, Grundwasserflurabstände modelliert, potenzielle Förderhöhen ermittelt, Maßnahmen konzeptioniert, mit Behörden und Verbänden gesprochen und noch viele weitere Aufgabenschritte übernommen. Damit haben wir schon jetzt in kürzester Zeit flächendeckende Erfahrungen auf verschiedensten landwirtschaftlichen Moorflächen sammeln können und tragen darüber hinaus dazu bei, immer mehr Unsicherheiten bezüglich Moorschutzvorhaben unter Bewirtschaftenden, Behörden, und anderen Beteiligten aus dem Weg zu räumen.
Auftraggeber:
Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern