Vor dem Hintergrund des geplanten Ausbaus der Offshore-Windenergie auf perspektivisch 70 GW und der Fortschreibungen des Flächenentwicklungsplans (FEP) im Jahr 2022 und Folgejahren wurden die ausschließlichen Wirtschaftszonen (AWZ) Deutschlands von Nord- und Ostsee nach einem transparenten Vorgehen dahingehend bewertet, auf welchen Flächen eine Offshore-Windenergienutzung weitgehend naturverträglich möglich ist, ggf. unter bestimmten Voraussetzungen. Durch ein „Ampel-Ranking“, in dessen Ergebnis die AWZ in rote, gelbe und grüne Teilflächen eingestuft wurden, erfolgte eine Bewertung der geplanten Offshore-Windpark-Flächen (OWP-Gebiete gem. Raumordnungsplan, ROP/FEP), um eine Priorisierung für den Ausbau zu ermöglichen und Naturschutzkonflikte aufzuzeigen, darüber hinaus aber auch mögliche Alternativflächen zu identifizieren.
Die Studie wurde in Kooperation mit der BioConsult GmbH & Co.KG, Gavia EcoReserach und Meereszoologie – Dipl. Biol. Sven Koschinski bearbeitet. Der methodische Ansatz und die Vorgaben für dessen Umsetzung wurden von BioConsult, Gavia EcoReserach und Meereszoologie – Dipl. Biol. Sven Koschinski erarbeitet. Die technische Umsetzung der Methodik sowie die GIS-basierte Aufbereitung und Analyse aller erforderlichen Geodaten erfolgten durch biota.
Auftraggeber:
Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU)
Zentrale Veröffentlichung:
SCHÖNROCK, S., KRAMER, M., BILDSTEIN, T., DIERSCHKE, V., HOFFMANN, T. G. & KOSCHINSKI, S. (2023): Bewertung der deutschen AWZ-Flächen von Nord- und Ostsee für einen möglichst naturverträglichen Offshore-Wind-Ausbau. Studienbericht. – Im Auftrag des Naturschutzbundes Deutschland e. V. (NABU); 77 S. + Anhang. URL: https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/energie/wind/230630_nabu-offshore-naturvertraeglich_ranking.pdf