Klimarelevante Treibhausgasemissionen aus deutschen Binnengewässern und Abschätzung des Minderungspotenzials durch Renaturierungsmaßnahmen

Das Projekt stellt die Rolle der Binnengewässer in Deutschland, unter Berücksichtigung von natürlichen und erheblich veränderten Gewässern wie Seen, Bächen, Flüssen, Ästuaren und künstlichen Gewässern wie Kanälen, Reservoiren, Teichen und Gräben, als Quelle von THG-Emissionen unter natürlichen, aber vor allem unter anthropogen veränderten Bedingungen dar. Dabei wurden die drei wichtigsten Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas/Distickstoffmonoxid (N2O) betrachtet. Ziel war es, (1) eine systematische Literaturrecherche nationaler und internationaler Studien über den Kohlenstoffkreislauf und die THG-Emissionen natürlicher, erheblich veränderter und künstlicher Binnengewässer (gemäß der Wasserrahmenrichtlinie, WRRL) durchzuführen und (2) das Minderungspotenzial von THG-Emissionen durch Renaturierungsmaßnahmen abzuschätzen. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf aufgestauten Gewässern in gemäßigten Zonen. Schließlich wurden die aktuellen Wissenslücken und der Forschungsbedarf ermittelt und zusammengefasst.

Die Auswertung der aktuellen Literatur ergab, dass anthropogen beeinträchtigte Binnengewässer im Vergleich zu natürlichen Gewässern als Hotspots für THG-Emissionen identifiziert wurden. Die wichtigsten Belastungen bzw. Ursachen dabei sind der Eintrag von organischen und anorganischen Stoffen und hydromorphologische Veränderungen.

Das Potenzial von Renaturierungsmaßnahmen zur Vermeidung weiterer anthropogen verursachter THG-Emissionen wird auf Basis der Literaturrecherche als sehr hoch eingeschätzt, so dass globale und umfassende Maßnahmen die THG-Produktion und -Emissionen von Binnengewässern stark reduzieren könnten.

Auftraggeber:
Umweltbundesamt

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